"Meine Referendarin"

Wer sich seine Sorgen und Nöte mit dem Referendariat von der Seele reden will, ist hier richtig. Vielleicht gibt es ja jemanden, der einen guten Rat hat.

"Meine Referendarin"

Beitragvon Kapartia » 09.01.2018, 14:01:54

So, jetzt komm ich auch mit rum mit einer Geschichte von "meiner" Referendarin die ich derzeit vertretungsmäßig für eine Kollegin betreue:

Zunächst einmal macht sie guten Unterricht und die Schüler kommen gut mit ihr zurecht. Ebenfalls im Kollegium klappt das mit der Kommunikation gut. Wenn Not am Mann ist, springt sie ein und macht mittlerweile auch regelmäßig Vertretungsunterricht um das Kollegium zu entlasten. In meinem Fachbereich bringt sie sich gut ein und hat zwei Sonderaufgaben übernommen, die sonst keiner mehr machen konnte.
Was aber das Problem bei ihr ist: Sie hat gehörig Pech mit den anderen Umständen, die sie nicht beeinflussen kann. Zum einen hat sie zwei Mentoren bekommen, die regelmäßig aufgrund von chronischen Erkrankungen fehlen. Die Kollegin (Fach 1), für die ich derzeit die Betreuung übernommen habe fehlt nun mittlerweile den 2. Monat seit wir die Referendarin haben (Anfang des Schuljahres) und hat die Referendarin erst seit Anfang Dezember übernommen. Vorher wurde sie von einer anderen Kollegin (Fach 1)betreut, die aus Gesundheitsgründen längerfristig ausgefallen ist (das war abzusehen, da der OP-Termin bereits im Januar letzten Jahres bekannt gegeben wurde und klar war, dass sie lange ausfallen wird). Beide Kolleginnen haben/hatten jedoch lediglich 3 Stunden in dem Fach das für die Referendain in Frage kommt. Bisher konnte die Referendarin aufgrund ihres Seminartages nur 1h in diesem Fach belegen, den Rest musste sie mit dem Fach 2 abdecken. Beide Mentorinnen des Fach 1 haben bereits schriftlich bei der Schulleitung eingereicht, dass für die Referendarin bitte mehr Unterricht in Fach 1 verfügbar sein soll und dementsprechend die neue Mentorin mehr Stunden in Fach 1 benötigt. Kommendes Halbjahr hat dann die Mentorin tatsächlich auch 4 Kurse/Klassen mit je 2 Stunden. Drei von den Kursen liegen jedoch auf dem Seminartag der Referendarin. Nach mehrmaligen Nachfragen fand sich von Seiten der Schulleitung keine Möglichkeit.
Die Referendarin hat sich dazu entschlossen, zu verkürzen und damit im Sommer fertig zu werden. Ich trau ihr das zu, denn sie macht guten Unterricht der vor allem auch anständig geplant und langfristig angelegt ist. Da nun Mentorin 2 im Fach 1 ebenfalls in den nächsten 8 Wochen krank sein wird (so die Info von ihr), trat die Schulleitung auf unseren Fachbereich zu und fragte, wer da aushelfen kann. Die beiden anderen Kollegen haben derzeit nicht die Kapazitäten dafür (ein Kollege geht bald in Elternzeit, der andere hat bereits einen Referendar) und somit hab ich sie letzte Woche übernommen. Da ich mehr Unterricht in Fach 1 habe, kann sie somit auch auf meine Klassen zurückgreifen (sie konnte da bereits einige Dinge schieben um die Möglichkeit zu nutzen). Nun hatte sie gestern ihren Hauptsemianrleiter und ihre Fachseminarleitern aus Fach 1 zur Hospitation in einer Klasse. Ich saß mit drin und die Stunde war gut, ihre Fachseminarleiterin hat sie hinsichtlich der Stunde selbst gelobt, im Vorfeld jedoch 45 Minuten auf dem Entwurf rumgehackt und ihn regelrecht zerfetzt. Konstruktive Kritik sieht anders aus. Der Hauptsemianrleiter hat sich da zurückgehalten und gemeint, das die Stunde in Ordnung war, der Entwurf aber shclecht geschrieben war. Ich bat dann den HAuptsemianrleiter darum, für das nächste Mal (in 3 Wochen hat sie die nächste Hospitation) im Vorfeld gerne Einblick in einen Musterentwurf zu bekommen, da ich die Referendarin ja bestmöglich auf die Prüfung im Sommer mit vorbereiten möchte. Heute hatte ich dann auch eine Mail vom Hauptsemianrleiter mit einem sehr guten "Musterentwurf". Der Informationsgehalt des Entwurfs der Referendarin deckt sich mit dem des Musterentwurfs. Aufgrund dessen und aufgrund der Tatsache, dass beide Seminarleitungen gestern mehrmals durch die Blume kund getan haben, dass sie die Möglichkeit der Verkürzung strikt ablehnen, habe ich das dumpfe Gefühl, dass eine gute Referendarin nicht anhand ihrer erbrachten Leistung sondern aufgrund von Befindlichkeiten hinsichtlich der Verkürzung bewertet wird.
Habt ihr eine Idee, wie ich damit umgehen kann und wie ich der Referendarin da mehr Unterstützung geben kann?
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Re: "Meine Referendarin"

Beitragvon MarlboroMan84 » 09.01.2018, 22:50:14

Bist du die Referendarin?
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Re: "Meine Referendarin"

Beitragvon Qualitätsgarant » 10.01.2018, 0:53:05

Diesen Murks schreibst du echt unter jedes Posting, oder?
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Re: "Meine Referendarin"

Beitragvon Stark » 10.01.2018, 2:18:51

MarlboroMan84 hat geschrieben:Bist du die Referendarin?

Würde mich schon sehr wundern, wenn man Kapas bisherige Postigns so ansieht...
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Re: "Meine Referendarin"

Beitragvon CaraM. » 10.01.2018, 15:54:32

Ich würde da gar nichts machen und lieber auf die Seminarleiter hören, zumal da ja auch Erfahrungen bei der Referendarin fehlen.

Deshalb: Sich besser fügen. Da kann man als Secondhand- Mentorin eh nicht viel machen.

Und wo ist das Problem einfach die volle Zeit durchzustehen, die eh angedacht ist?
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Re: "Meine Referendarin"

Beitragvon krabappel » 10.01.2018, 18:30:52

Ich wär da auch vorsichtig. Du sagst dem Seminar praktisch, dass du nach 4 Wochen Mentorentätigkeit besser beurteilen kannst, was sie drauf hat, als das Seminar. Ob ihr dieser Zweikampf zum Vorteil gereicht, bezweifle ich.

Biete ihr doch an, sie zu unterstützen, wie immer sie es machen will, aber mach nicht selbst allzugroßen Wirbel bevor irgendeine Prüfung war. Lieber Canapés und Champagner kredenzen das nächste Mal ;-)
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Re: "Meine Referendarin"

Beitragvon Fränzy » 10.01.2018, 19:55:34

MarlboroMan84 hat geschrieben:Bist du die Referendarin?

unter Garantie nicht. Mach dir doch wenigstens die Mühe andere Postings von ihr zu lesen. Und bitte unterstelle nicht allen hier, dass sie trollen oder uns etwas vorflunkern
שָׁלוֹם
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