Unterrichten nach dem Lehrerhasser-Buch

Umfrage und Diskussion über das aktuellste schulpolitische Thema

Beitragvon Skara » 05.04.2006, 16:49:11

Ich erteile Nachhilfeunterricht in Fragen der Ethik. Dafür erhalten meine Schüler kostenloses Informationsmaterial und Gelegenheit, unser Habitat zu besuchen. Verbunden mit dem Erlebnis, unsere großen und prachtvollen Koi-Fische im Teich zu beobachten, wie diese souverän ihre Bahnen ziehen oder sich zutraulich dem Besucher nähern, um sich füttern oder sogar streicheln zu lassen, könnten wir auch auf Deine und anderen Fragen eingehen. Das Forum bietet dafür nicht die geeignete Atmosphäre, denn das Internet ist ohne Leben, um über das Leben zu sprechen. Bitte verzeihe mir die Erkenntnis, aber ich spüre negative Schwingungen in vielen Beiträgen meiner Kollegen und möchte mich dieser Energie nicht auszusetzen. Fragen belasten. Antworten machen frei.

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Beitragvon Titania » 05.04.2006, 17:40:32

Hey, bin ich noch im richtigen Film???

Ich bin schon der Meinung, mich über ein solches Buch aufregen zu müssen, wenn es meine Arbeit mit den Eltern negativ beeinflusst. Da sind doch die Motive der Autorin egal. Was das ganze aber mit Ethik und Lebenssinn zu tun hat übersteigt jetzt meinen Horizont. Vielleicht sind die Schwingungen bei mir noch nicht angekommen.
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Beitragvon Skara » 05.04.2006, 18:08:08

Da verweise ich doch zum Kollegen Severus Snape, der vorgibt, negative Konflikte mit Eltern an seiner Schule nicht zu kennen. Die Motive sind niemals egal, denn sie bestimmen unser Handeln. Ohne Motiv gibt es keine Tat. Damit sind wir wieder bei der Ethik, aber das würde den Rahmen dieses Forums sprengen und ist nicht Gegenstand des Themas. Zuviel negative Energie.

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Beitragvon Linus » 05.04.2006, 19:39:06

Linus is gone
Zuletzt geändert von Linus am 18.04.2006, 10:22:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Skara » 05.04.2006, 20:48:45

Hauptsache, man fühlt sich gut und muss nicht an das Lehrerhasserbuch denken. Ich füttere jetzt die Ogata Koi. Vielleicht taufe ich einen Neuzugang auf den Namen Linus. Ist zwar erst ein kleiner Fisch, aber aus dem kann später noch ein Brocken werden. Eine Skara schwimmt auch schon in meinem Teich. Mein Junge hat seinen Tategoi auf den Namen Joshi getauft. Da hat jeder seine Vorlieben, wie bei den Büchern. Gedanken sind eben frei und Schule ganz weit weg. Einfach mal abschalten. Mach ich jetzt.

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Sozialkopmpetenz gegen Gewalt!

Beitragvon Wolfgang Roth » 05.04.2006, 22:56:24

Gewalt ist das Ergebnis einer Lebensentscheidung nach langem Frust! Sie lässt sich dem entsprechend nicht per Knopfdruck oder plötzlicher Strenge abstellen! Das erhöht eher die Renitenz! Einer Entwicklung zur Gewalt lässt sich nur langfristig durch Kommunikation, Kontakt und Bindung vorbeugen. Das weiß man doch! Was sollen also die Mittelalter-Konzepte? Siehe dazu: Roth, Wolfgang: Sozialkompetenz fördern 2006, Klinkhardt-Verlag! Das Buch bietet eine Fülle von ganz praktischen Anregungen und Unterichtsentwürfe. Es bietet insgesamt eine erprobtes und effektives Programm mit Themen wie Klassengemeinschaft, Emotionalität, Wert- und Moralentwicklung, Strenge. Grenzziehung, Mobbing usw..
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Beitragvon Skara » 06.04.2006, 12:53:57

Nein, so eindeutig kann man Gewalt nicht definieren, denn Gewalt ist für manche Menschen ein Lustfaktor. Und Lust hat nicht automatisch etwas mit Frust zu tun. Gewalt ist auch ein Spielzeug der Macht. Wir wollen doch keinen neuen Streit zwischen den Gelehrten entfachen sondern aufmerksam beobachten, was der neue Schulleiter umsetzt. Nun schaut ihm Deutschland auf die Finger und dabei gilt es, gegen ein negatives Image der Schule anzugehen, wozu die Medien beigetragen haben. Ob es nach dem ganzen Medienrummel wirklich klug war, die Öffentlichkeit davon zu informieren, mag dahin gestellt sein. Man kann sich sein Leben auch selbst vermiesen, ich wende mich lieber ab und konzentriere mich auf mein 3. Familienglück. Entschuldigung, wenn ich das offen eingestehe, aber ich bin nicht auf der Welt, um mich mit Sorgen zu belasten, die ich nicht zu verantworten habe. Dafür werde ich auch viel zu schlecht bezahlt, um mich auch noch darum zu kümmern. Da liegen mir die Robben in Kanada näher am Herzen, als Jugendliche, die ohnehin alles besser wissen und keinen Rat annehmen. Die Robben haben keine Alternativen! Meine Energie opfere ich nicht für aussichtlose Angelegenheiten. Auch hier ist die Politik gefordert, die für die katastrophalen Zustände in Klassen- und Lehrerzimmern verantwortlich ist, sich dieser Verantwortung aber nicht stellt. Solange sich die Spielregeln nicht ändern, brauchen wir uns um die Spieler nicht zu sorgen.

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