Unterrichten nach dem Lehrerhasser-Buch

Umfrage und Diskussion über das aktuellste schulpolitische Thema

Beitragvon Severus Snape » 06.04.2006, 14:16:37

Ja ja, die bösen fischfressenden Robben! Von denen gehen eine Menge negativer Wellen aus - frag mal den Kabeljau!

Peace & Om

Snape
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Beitragvon Skara » 06.04.2006, 15:13:28

Jedem das seine. Ich esse keinen Fisch und eine Unterhaltung mit diesen Geschöpfen halte ich für ziemlich unfruchtbar. Wären meine Schüler nur halb so hilflos und niedlich wie die Robben, dann würde das meine Bereitschaft beflügeln, mich weiterhin zu engagieren.

- Skara
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Bloß nicht ernst nehmen...

Beitragvon Olli2005 » 07.04.2006, 18:10:31

Hallo Leute,

dass diese Autorin mit dem Buch die schnelle Mark verdient, ist mir egal. Es ist jedem Menschen ja selbst überlassen, wie er oder sie das Geld verdient. Ob man z.B. als Fußballer zuviel verdient oder nicht... Ich sehe es als leidiges und überflüssiges Thema der Deutschen Neid-Gesellschaft. Jeder hat in diesem Land das Recht, seinen Beruf selber zu wählen. Niemand darf sich nach seiner Berufs-Wahl über ungerechte Behandlung beschweren.
Für mich stellt sich aber die Frage, ob es völlig straffrei erlaubt sein darf, öffentlich den Ruf bestimmter Berufsgruppen zu schädigen. Darf ich einfach öffentlich behaupten, dass Anwälte die Interessen von Kriminellen vertreten und somit selber Kriminelle sind? Ich denke, das darf ich nicht. Würde ich es tun, müsste ich völlig zu Recht bestraft werden.
Abgesehen davon halte ich es für bedenklich, wenn Lehrer anfangen, dieses Buch auch noch ernst zu nehmen. Es geht doch fast nur um Geld. Eine Frau hat erkannt, dass Lehrer zu kritisieren in diesen Tagen profitabel sein kann. Diese Erkenntnis nutzt sie aus. Dabei schlägt sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Abgesehen vom finanziellen Aspekt hat sie nun auch die Möglichkeit, ihre offene Rechnung mit den Lehrern zu begleichen. Sie gehört vermutlich zu den vielen Müttern, die am Versagen ihrer Kinder in erster Linie die Schuld bei den Lehrern anstatt bei der eigenen Erziehung suchen. Diese Frau auch noch ernst zu nehmen, ist lächerlich. Wir müssen doch zwischen unseren Kritikern unterscheiden. Wenn uns BILD oder eben diese Autorin kritisiert, geht es um Geld. Diese Kritik ernst zu nehmen wäre sinnlos. Werden wir hingegen von einer Studie wie beispielsweise PISA kritisiert, macht es auf jeden Fall Sinn, diese Kritik zu analysieren.
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Beitragvon Peter T. » 14.05.2006, 18:25:20

Liebe Lehrer in spe,

aber kennen wir sie denn nicht selbst aus eigener Erfahrung, die
un-fähigen, un-verschämten Unlehrer? Haben wir nicht selbst darunter gelitten? Linus schrieb am 01.04, dass es in jeder Berufsgruppe Unfähige gibt. A b e r als Beamte kann man sie nicht mehr feuern. Das ist doch der Punkt.

Lehrer Lempel bei W. Busch, Prof Unrath, und
in der Feuerzangenbowle, in Giesela Elsners "Riesenzwerge"
In der Literatur tauchten seit jeher diese Karikaturen auf. Meine Eltern erzählten mir Anekdoten über ihre verrückten Lehrer. Und ich habe sie auch erlebt, nicht nur in der Schule, berufsbedingt in der Baubranche. Einfach unerträglich, diese Lehrer! Fragt mal bei Handwerkern nach. Niemand will bei ihnen arbeiten.
Aber wie kommt es bloß, dass sich da alle einig sind?
Und jetzt geht es für mich wieder los. Als Erzieher in der Offenen Ganztagsschule tätig, gibt es zeitliche und räumliche Überschneidungen mit dem Lehrpersonal. Und was passiert?
Kleinliche Kämpfe um Platz im Werkraum, abgeschlossene Türen.
Benutzungsverbote bei Werkeinrichtungen. Wie im Sandkasten!
Mir ist die Sache klar. Niemals zuvor gab es nachmittags Leben
in der Schule. Mit der Situation werden selbst junge Lehrer(innen) nicht fertig, dass nun auch Andere (Erzieher) an der gleichen Materie arbeiten. Ein seltsames Völkchen! Niemand
liebt sie, aber dennoch brauchen wir sie, heute mehr denn je!

Gruß Peter T
Peter T.
 
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Beitragvon randolf » 14.05.2006, 18:40:27

hallo peter T!

leider müsste ich dir recht geben, wenn's nicht noch andere gäbe unter den lehrern, die man doch "liebt". die sind auch nicht so, wie du sie ansonsten treffend beschreibst.

ich schäme mich allerdings ab und zu für die von dir beschriebenen und versuche (!!), es besser zu machen. edit: sollten wir das nicht alle tun - es besser machen als bisher?

gruß
randolf
lehren ist eigentlich nur verkaufen des unterrichtsstoffs
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Beitragvon Titania » 14.05.2006, 19:27:22

Einfach unerträglich, diese Lehrer! Fragt mal bei Handwerkern nach. Niemand will bei ihnen arbeiten


Komisch zu uns kommen die Handwerker immer wieder und das sogar freiwillig und gern, obwohl ich Lehrerin bin...

Ich glaube auch bei dieser Aussage gibt es schwarz - grau und weiß.
Gruß
Titania
Wer nie verliert, hat den Sieg nicht verdient
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Gute Lehrer schlechte Lehrer

Beitragvon P.Wolfgang » 14.05.2006, 22:07:19

Natürlich gibt es auch anständige Lehrer, die einen guten Job machen und die auch in der Öffentlichkeit nicht von weitem die Lehrervorurteile bestätigen.
Aber die die nicht so toll sind, sind schwer loszuwerden. Mein SPortlehrer hatte damals zwei Schülerinnnen gechwängert. Der blieb.
Mein Religionslehrer lies uns im Unterricht auf Knien durchs Klassenzimmer krabbeln. Wir sollten Russen suchen. Er hatte wohl den Krieg nicht ganz verarbeitet. Also ich dachte damals RUssen seien Käfer.
Ich bin sicher, da kennt jeder gute und witzige Beispiele. ICh hoffe nur, dass wir viele starke Referndare bekommen, allerdings würde es mich überraschen.
Lehrer ist ein Traumberuf. Wir brauchen dringend gute Lehrer.
P.Wolfgang
 
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