Grundschullehrer fodern Gymnasiallehrergehalt

Umfrage und Diskussion über das aktuellste schulpolitische Thema

Re: Grundschullehrer fodern Gymnasiallehrergehalt

Beitragvon ritesa » 16.05.2012, 17:58:42

[quote="LatinaTeacharin"]LA Gym BW sind bereits 25 Wochenstunden bei vollem Deputat.[/quote]

Baden-Württemberg: GS 28, HS 27, Gym 25. Gerechtfertigt?
Bayern: GS 29, HS 28, Gym 24. Gerechtfertigt?
Unterschied Bayern - BW: Gerechtfertigt?

Bzw.:

Gym: Längeres Studium, weniger Wochenstunden = Gehalt
GS/HS: Kürzeres Studium, mehr Wochenstunden = gleiches Gehalt wie Gym?
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Re: Grundschullehrer fodern Gymnasiallehrergehalt

Beitragvon chrisy » 17.05.2012, 20:37:36

Die ganze Diskussion hier bisher zeigt doch, dass die Besoldung von Lehrern unterschiedlicher Schularten schlichtweg nicht griffig oder gar transparent genug ist. Das merkt man auch bei Gesprächen mit Nichtlehrern, gerade auch aus der Wirtschaft: dort ist oft die Meinung vertreten, dass die Arbeit von Lehrern zwar sehr bedeutsam für den Standort D sind, das hohe Einkommen oder der Beamtenstatus jedoch als nicht notwendig erachtet wird (verglichen mit der Arbeitsbelastung, Ferien etc.).
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Re: Grundschullehrer fodern Gymnasiallehrergehalt

Beitragvon LeonardDaQuirm » 17.05.2012, 21:11:43

Studienräte haben in vielen Bundesländern eine längere Ausbildungszeit als die anderen Lehrer. In Berlin ist der Unterschied 2 Jahre - 1 Jahr längeres Studium und 1 Jahr längeres Referendariat. In anderen Bundesländern mag der Unterschied geringer sein. Der Unterschied in der Bezahlung ist jedoch zwischen den Grundschullehrern und HR-Lehrern am größten (in Schritten gesehen), obwohl in den meisten Fällen die Ausbildungszeit ähnlich ist.
Ich plädiere dafür, das Gehalt von GrundschullehrerInnen auf HR-LehrerInnen-Niveau zu erhöhen. Der Unterschied zum Studienrat ist dann nur noch relativ gering und kann mit der leicht höheren Qualifikation begründet werden. Die 2 Jahre müssen auch erstmal ausgeglichen werden. Hab glaub ich schon eher im Thread eine Rechnung aufgemacht.
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Re: Grundschullehrer fodern Gymnasiallehrergehalt

Beitragvon Galtung » 30.05.2012, 21:38:42

[quote="chrisy"]Dort ist oft die Meinung vertreten, dass die Arbeit von Lehrern zwar sehr bedeutsam für den Standort D sind, das hohe Einkommen oder der Beamtenstatus jedoch als nicht notwendig erachtet wird (verglichen mit der Arbeitsbelastung, Ferien etc.).[/quote]
Wenn man sich zum Vergleich beispielhaft einfach mal die Arbeits- und Entlohnungsbedingungen in der Metall- und Elektroindustrie anschaut, wird man schnell feststellen, dass Lehrer angesichts ihrer mehrjährigen universitären (!) Ausbildung keineswegs überbezahlt werden.

Spielt aber eigentlich keine Rolle. Wenn sich die Reallöhne im ÖD weiter so entwickeln wie in den letzten 10 Jahren, werden die Beschäftigten aus der freien Wirtschaft Sozialneid und Missgunst in der Zukunft ohnehin anderswo abladen.
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Re: Grundschullehrer fodern Gymnasiallehrergehalt

Beitragvon KB207 » 23.06.2013, 13:11:57

Sehe ich auch so, in NRW haben wir zwei Jahre eine 0-Runde für A13 aufwärts, was einem Reallohnverzicht gleichkommt (Inflation....). Hungern muss deswegen wahrscheinlich niemand, aber jeder weiß, dass das Leben auch nicht günstiger wird und eine Wertschätzung der Arbeit sieht anders aus.
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Re: Grundschullehrer fodern Gymnasiallehrergehalt

Beitragvon reffinrw » 23.06.2013, 13:36:32

^^ damit müssen zig nicht- Beamte auch klarkommen
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Re: Grundschullehrer fodern Gymnasiallehrergehalt

Beitragvon lavidaloca » 23.06.2013, 16:01:17

[quote="ritesa"][quote="LatinaTeacharin"]LA Gym BW sind bereits 25 Wochenstunden bei vollem Deputat.[/quote]

Baden-Württemberg: GS 28, HS 27, Gym 25. Gerechtfertigt?
Bayern: GS 29, HS 28, Gym 24. Gerechtfertigt?
Unterschied Bayern - BW: Gerechtfertigt?

Bzw.:

Gym: Längeres Studium, weniger Wochenstunden = Gehalt
GS/HS: Kürzeres Studium, mehr Wochenstunden = gleiches Gehalt wie Gym?[/quote="ritesa"]


Du hast aber die Unterscheidung von wiss. und nichtwiss. Unterricht nicht erwähnt... wobei das nicht meine Meinung ist. Die Kunst/Musik-Kollegen müssen ja mehr machen, weil der Unterricht nicht als "wissenschaftlich" betrachtet wird.

Jedoch ist die Tiefe des Studiums und der dadurch hervorgehende Unterschied zwischen z.B. einem Grundschul- und einem Gymnasiallehrer stets gegeben, auch wenn man unterschiedliche Schwerpunkte hat: in GS natürlich mehr EWS und bei dem GYM mehr Fachwissenschaft.

Ob die unterschiedliche Besoldung "gerechtfertigt" ist? Naja, sie ist nun einmal da und hat schon ihre Berechtigung, auch wenn man da natürlich immer sagen muss, dass die Kollegen in GS und Realschule eine Arbeit leisten, ohne die das System insgesamt nicht funktionieren würde und in manchen Gebieten bzw. Schulen auch sicherlich nicht einfach ist.

Und bevor wieder das "die GYM-Leute haben etwas gegen die GS-/Realschul-Lehrer" aufkommt: DAS habe ich damit nicht gemeint, denn ich schätze die Arbeit der Kollegen sehr.
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