Nach dem Referendariat nach Berlin?

Habt ihr Fragen speziell an Ehemalige? Einige Junglehrer, die auch in der Referendarsbetreuung tätig sind, versuchen euch zu helfen.

Nach dem Referendariat nach Berlin?

Beitragvon Yelgrun » 15.05.2017, 16:19:09

Hallo,
bin fertig mit dem Referendariat, sehr gut abgeschlossen und meine Ausbildungsschule will mich behalten. Toll. Erstmal. Allerdings liegt die Schule in einer ländlichen Gegend und ich bin ein Stadtmensch. Darum habe ich mich nach Berlin beworben.
Nun muss man sich dort einen Bezirk aussuchen, in dem man gerne arbeiten möchte. Gut. Aber: Wie sind so die Erfahrungen? Man hört immer "Bloß nicht nach Berlin, bist du verrückt?" und ähnliche Sachen. Wie sieht die Realität aus?

Zur Zeit tendiere ich zu RV 1, also Treptow-Köpenick, Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg. Kann mir vorstellen, dass die anderen Bezirke, besonders Mitte, völlig überlaufen sind und der mit Neukölln - man hat ja so seine Vorurteile...

Na denn!
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Re: Nach dem Referendariat nach Berlin?

Beitragvon Kapartia » 15.05.2017, 22:11:07

Marzahn ist auch nicht besser als Neukölln, haste halt mehr "Assis" aus dem biodeutschen Bereich statt Migranten.

Vorurteile aus...


Brandenburg verbeamtet und du verdienst mehr, abgesehen davon ist die Arbeitssituation an Berliner Schulen im Schnitt einfach schlechter als "im ländlichen Raum" bzw Kleinstädte - Städte mit 150.000 Einwohnern.
Je nach Schultyp denken die lieben Kiddies auch immer und überall, das sie ja die Geilsten sind weil Berliner....
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Re: Nach dem Referendariat nach Berlin?

Beitragvon rajan » 03.08.2017, 16:25:01

Auch wenn du bestimmt schon untergekommen bist:

Ich hatte die Ehre zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.
Meine Empfehlung, noch sachlich neutral: Informiere dich dringend vor einem Termin dort wie diese Gespräche gehandhabt werden.!!!!

Nicht mehr sachlich neutral:
Ein Vorstellungsgepräch ist ein gegenseitiges Miteinander, nicht nur der Bewerber wird geprüft, auch der Arbeitgeber stellt sich da!
Als Fazit meines "Gespräches":
1. ich hätte eine Stelle sofort bekommen wenn ich Kopftuchträger gewesen wäre (???!!! stimmt so, Aussage Personalrat)
2. ich bin behandelt worden wie der letze Arsch
3. es bestand schon zum Zewitpunkt der Einladung keine Absicht mich einzustellen , mit Ma Phy GeGy sollte ich dann an eine Grundschule. Heidewitzka, erstens passt es nicht, zweitens habe ich von Grundschule keine Ahnung, drittens wenn sie keine Gy Lehrer brauchen, warum laden sie sie dann ein?

Wie gesagt ein Arbeitgeber stellt sich auch selbst da, und Berlin fällt seit diesem angeblichen Vorstellungsgespräch bei mir in die Rubrik : lieber IS und sich da verheizen lassen, alternativ am Bahnhof anschaffen oder putzen gehen.
Aber halte dich besser an meine wertneutrale Empfehlung und mache dir selbst ein Bild.
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Re: Nach dem Referendariat nach Berlin?

Beitragvon kuddelmux » 04.08.2017, 8:13:16

Ach du Schreck;
ich habe keine Ahnung von dem Berliner Vorstellungsprozedere, aber das hört sich übel an. Du hast Mathe und Physik fürs Gym? Komm doch nach Hessen, wir brauchen dich :-)
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Re: Nach dem Referendariat nach Berlin?

Beitragvon Kapartia » 30.08.2017, 23:03:57

Berlin empfand ich als schönes Possenspiel bzw. szenische Darstellung eines antiken Sklavenmarktes. Was mir persönlich da bei den "Castings" gefehlt hat war, dass die Schulleitungen nicht nach Vorne gekommen sind um mit einem "Eierkontrollgriff" und Zahnbeschau zu überprüfen, ob ich gesund bin. :D
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