Ausländische Referendare

Habt ihr Fragen speziell an Ehemalige? Einige Junglehrer, die auch in der Referendarsbetreuung tätig sind, versuchen euch zu helfen.

Ausländische Referendare

Beitragvon Peter_S » 22.07.2017, 15:13:53

Hallo liebe Kolleginnen/Kollegen.
Hat jemand von Euch eine Erfahrung, bzw. kennt jemand einen ausländischen Referendar? Hat er/sie das geschafft, obwohl die deutsche Sprache nicht ihre/seine Muttersprache ist? Oder kennt Ihr jemanden, der in einer Schule unterrichtet und kommt aus Ausland?
Vielen Dank für jede Antwort. Peter
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Re: Ausländische Referendare

Beitragvon chilipaprika » 22.07.2017, 17:31:55

Jo.
Ganzes Studium und Examen in Deutschland (unter anderem auch im Fach Deutsch Gymnasium, bzw. fast alle aus der Gruppe mit Deutsch).
Referendariat in Deutschland, Planstelle in Deutschland.
Hat nicht bei jedem perfekt geklappt, aus meiner "Stammgruppe (mehrere Jahrgänge, ein Herkunftsland)" hat einer abgebrochen, aber seine Bindungen waren zu dem Zeitpunkt nicht mehr in Deutschland, er wollte das Ref nur noch aus Sicherheit und vermutlich war er vom Kopf her also nicht in der Lage, das Ref zu machen.

Nur Mut!
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Re: Ausländische Referendare

Beitragvon sabisteb » 23.07.2017, 14:47:02

Ich kenne eher fertige Lehrer aus der Türkei (unterrichtet Physik und Informatik), Spanien (unterrichtet Spanisch), Frankreich (unterrichtet Französisch).
Die sind hier aber mit Deutschen verheiratet.

Einige in meiner Ref Gruppe kommen ursprünglich aus anderen Ländern, haben aber mittlerweile alle die deutsche Staatsangehörigkeit. Meist Türken (die Deutsch / DAF unterrichten).
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Re: Ausländische Referendare

Beitragvon MarlboroMan84 » 25.07.2017, 9:14:40

Ja, eine Kollegin ist zum Lehramtsstudium nach Deutschland gekommen und konnte kein Deutsch.
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Re: Ausländische Referendare

Beitragvon Jméno » 29.07.2017, 15:21:19

Jepp, einmal die Kombination Deutsch und Habsvergessen (Serbe), der ein recht gutes Ref hingelegt hat, einmal Mathematik und Information (Pole), der aber am Ende auch wegen mangelhafter Deutschkenntnisse kein StEx II bekommen hat.
…он је метафора, начин живота, угао гледања на ствари!
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Re: Ausländische Referendare

Beitragvon Anetzki » 10.08.2017, 21:31:20

Ja. Nach meinem Abitur und dem ersten Studium im Ausland bin ich mit 24 nach Deutschland umgezogen. Zuerst habe ich versucht mein Lehramtsstudium aus dem Ausland anzuerkennen. Ich habe einen Anpassungslehrgang auf einem Gymnasium gemacht und mich da wegen meines ersten Faches: Deutsch nicht wohl gefühlt. Dann habe ich mich entschieden, noch einmal, diesmal aber ein anderes Lehramt, regulär zu studieren. Ich habe dann 3,5 Jahre an der Goethe Uni Frankfurt studiert und anschließend das Ref in Hanau (Hessen) gemacht. Mittlerweile arbeite ich an einer Grundschule und bin verbeamtet.
Es ist also machbar. Es hat mich zwar viel Kraft gekostet. Es erforderte viel Fleiß, Anstrengung und Motivation. Ich würde es aber jedem raten, sich zu trauen, sich persönlich zu überzeugen, schaffe ich es oder ist es nichts für mich.
An der Sprache muss verständlicherweise ständig gepfeilt und geackert werden. Es ist einfach der Schlüssel und wir als Lehrer sind sprachliche Vorbilder. Bei einem Nichtmuttersprachler wird auf die Sprache sehr geachtet. Auf welchem Niveau sie verlangt wird, hängt davon ab, welche Fächer man unterrichtet. Ich unterrichte unter anderem weiterhin Deutsch. Auch das ist also möglich! Toi toi toi also!
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Re: Ausländische Referendare

Beitragvon Jolli » 13.09.2017, 18:28:47

Hallo,
Ich werde vorrausichtlich im November einen Vorbereitungsdienst für Bbs beginnen...und ich fühle mich etwas unsicher.
Habe vor einer halben Ewigkeit in Polen studiert . In Deutschland wohne ich seit fast 18 Jahren, habe mehrere Jahre Berufserfahrung (allerdings nicht als Lehrerin ).
Vielleicht gibt hier auch Gleichgesinnte, die möchten über eigene Beobachtungen und Erfahrungen sprechen?

Schöne Grüße
Jolli
 
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