Studium in Hessen - Referendariat in Bayern?

Wenn das Lehramtsstudium Fragen und Probleme aufwirft ...

Re: Studium in Hessen - Referendariat in Bayern?

Beitragvon Der_Lutscher » 28.07.2010, 11:19:14

Ola,

natürlich kannst Du
1.(bei vorhandener/angebotener Fächerkombination) in jedes x-beliebige Bundesland gehen. Staatsexamen ist Staatsexamen.
2.Eine Verjährung bzw. einen Verfall desgleichen gibt es nicht ! Einige Bundesländer prüfen aber nach einem gewissen Zeitraum Deine (noch vorhandenen) Fähigkeiten (z.B. Hamburg).
3. Natürlich hast Du einen Rechtsanspruch !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Das wäre ja noch schöner, wenn nicht. Die Länder haben ein Ausbildungsmonopol diesbezueglich, also auch die Pflicht, Dich weiter auszubilden. Und zwar in dem Bundesland, in dem Du Dein Studium abgeschlossen hast. Faustregel: max zwei Jahre, dann muss das Bundesland Dich in den Vorbereitungsdienst schicken !!!!
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Re: Studium in Hessen - Referendariat in Bayern?

Beitragvon nimo » 28.07.2010, 14:42:23

Also in Hessen hat man in der Tat einen Rechtsanspruch auf einen Ref.platz innerhalb von 24 Monaten, das steht auf den Seiten der Unis etc., da hab ich mich schon schlau gemacht.
In Bayern ist die Lage da anscheinend nicht so klar und man hört viel gegenläufige Meinungen...
Hundertprozentig verlassen möchte ich mich auf keine der getroffenen Aussagen, aber ich denke, dass SLs Zusammenfassung es schon gut getroffen hat und es auch in Bayern klappen müsste mit dem Referendariatsplatz. Und falls das wirklich nicht möglich sein sollte, hätte ich ja immer noch den Anspruch auf einen Platz in Hessen.
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Re: Studium in Hessen - Referendariat in Bayern?

Beitragvon SL » 28.07.2010, 18:55:08

judi hat geschrieben:
SL hat geschrieben:wäre der Link auf dieses "bayer. Ausbildungsgesetz"

ich muss zugeben, dass es das so nicht gibt, war eine fälschliche Aussage meinerseits, da ich als juristische Leie es nicht besser wusste, sondern nur wusste, dass es irgendwo ein Recht drauf gibt und dachte, ich hätt sowas gehört. Nunja, aber das ist hier ja auch kein Jura-Forum. Bei sowas sollte man am besten immer die Experten fragen, das ist dann doch besser. Nix für ungut.

Ich wollte Ihnen da auch keinen Vorwurf machen, ich hoffe, das klang auch nicht so.

Wir sind ja leider neulich schon etwas aneinander geraten und ich freue mich ehrlich, dass die Sache diesmal gütlich ausgeht. Insofern schon mal Danke für Ihre offene Antwort, die ich sehr zu schätzen weiß! (Und bei der Gelegenheit viel Glück bezüglich Ihrer Anstellung!)

Nun bin ich ja auch kein Jura-Experte und gerade auf so einem Gebiet, mit dem ich in meiner Tätigkeit nichts zu tun habe, kann ich eben auch nur sagen, welche Auskünfte ich bisher bekommen habe.

Und ich bin halt immer dann besonders vorsichtig, wenn jemand anders danach dann seine Lebens-/Berufsplanung ausrichtet.
Insofern denke ich, ist hier immer die Fage nach der Quelle wichtig.

Auch die Aussage von Lutscher, der einen Rechtsanspruch sieht, kann ich nur entgegenhalten, ich habe vom Bayerischen KM die Auskunft, dass es diesen nicht gibt.
Sprechen Sie auch vom Bay. KM und wenn ja, dann die ehrliche Frage: Wo steht das?
Ich denke, es wäre sehr hilfreich, das zu wissen.

Die Frage ist nämlich dann auch, hat jeder mit 1. SE (bei passender Fächerverbindung) den Rechtsanspruch in Bayern ins Ref. zu kommen oder nur der mit bayerischem 1. SE?
(Ersteres wäre, wie ich schon mal geschrieben habe, in der Praxis garnicht umsetzbar.)
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Re: Studium in Hessen - Referendariat in Bayern?

Beitragvon lavinia21 » 28.07.2010, 20:45:00

Hi,

also ich habe
1. Abi in Bayern (Aschaffenburg)
2. Studium in Hessen (Uni FFM)
3. Ref in BW (in Hessen 2x Warteliste, da D/E bis 1,2 LA Gym eingestellt wurde)
absolviert.

Du musst eigentlich nur schauen, dass du eine Fächerkombi wählst, du überall zugelassen und auch gerne gesehen wird. Ich habe damals in Hessen z.B. kein PoWi studiert, weils dort überlaufen ist. In BW sind Lehrer für Gemeinschaftskunde Mangelware.
Nach dem Studium kann dir keiner sagen, wann und wo du eine Ref-Stelle bekommst. Ich habe mich damals im gesamten westlichen Bundesgebiet beworben und bin froh in BW gelandet zu sein.

Allgemein kann ich die Uni FFM allerdings nicht empfehlen. Es ist eine Massenabfertigung, Zusammenhalt gibt es kaum, da sehr viele pendeln und die Studentenzahl nicht überschaubar ist. Zudem wechseln die Profs und Lehrbeauftragten wirklich jedes Semester, so dass ich ALLE meine Examensprüfungen bei Dozenten abgelegt habe, die ich nicht kannte. NIEMAND, bei dem ich einen Schein gemacht hatte, war noch an der Uni. Und nein, ich habe nur 9 Semester studiert, keine 19.

LG lavi...die heute endlich das Ref beendet hat.
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Re: Studium in Hessen - Referendariat in Bayern?

Beitragvon nimo » 29.07.2010, 16:32:51

Danke für deinen Erfahrungsbericht, lavinia :)
Weißt du, ob andere hessische Unis da einen besseren Ruf haben? Marbug soll ja generell ganz gut sein, aber von Gießen oder Kassel habe ich noch nicht viel gehört.
Übrigens Glückwunsch zum fertigen Referendariat! ;)

Eine andere Frage:
Man sagte mir nun auch, dass es durchaus vorkommen kann, dass einem im Ref. Nachteile (ungerechte Behandlung etc.) daraus erwachsen, dass man nicht in Bayern studiert hat. Hat jemand schon solche Erfahrungen gemacht oder davon gehört?
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Re: Studium in Hessen - Referendariat in Bayern?

Beitragvon The Eraser » 29.07.2010, 18:58:32

also ich kann dir nur von Gießen berichten - bin dort im April fertig geworden. Es ist auch eine relativ große Uni (ca. 20.000 Studenten) aber das halt in einer kleinen Stadt (75.000 Einwohner). Also man kennt sich dort schon und Massenabfertigung wars bei mir jedenfalls nicht. Ich kannte meine Prüfer vom Examen schon aus vielen Veranstaltungen.

Ich hab grad nochmal nach deinen Wunschfächern geschaut: Also ich hatte auch Englisch (und Bio). Was Englisch angeht, bist du in Gießen ziemlich gut aufgehoben, die Anglistik dort ist so mit unter den Führenden in Deutschland (hier nachzulesen: http://fss.plone.uni-giessen.de/fss/fbz/fb05/ang/docsdt/chedt/file/che_ranking.pdf. ) Wie es mit Geschichte und Sozi ausschaut kann ich dir leider nicht sagen.
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Re: Studium in Hessen - Referendariat in Bayern?

Beitragvon nimo » 16.08.2010, 18:50:10

Tschuldigung, dass ich mich erst jetzt melde, aber danke für die Informationen, eraser.

Kann denn jemand was zur Uni Erlangen-Nürnberg sagen?
Ist die zu empfehlen?
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Re: Studium in Hessen - Referendariat in Bayern?

Beitragvon wiwawusel » 17.08.2010, 12:17:21

Hallo!
Also ich studiere an der FAU Erlangen-Nürnberg und kann mich eigentlich nicht beklagen. In Deutsch und Geschichte sind die Dozenten eigentlich alle sehr nett und die Lehre ist (meines Erachtens) recht gut.
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Re: Studium in Hessen - Referendariat in Bayern?

Beitragvon LadyChaos » 20.08.2010, 9:39:27

Hallo nimo!
Ich kann zwar zu den von dir genannten Unis nichts sagen, aber hast du grundsätzlich auch Darmstadt auf dem Schirm? Vermutlich werde ich da zum nächsten SS anfangen. Die Kinder meines Cousins studieren dort, mit denen wollte ich mich die Tage sowieso mal unterhalten. Wenn du willst, kann ich ja dann hier mal posten, was die so berichtet haben.
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Re: Studium in Hessen - Referendariat in Bayern?

Beitragvon nimo » 20.08.2010, 18:25:11

LadyChaos hat geschrieben:Hallo nimo!
Ich kann zwar zu den von dir genannten Unis nichts sagen, aber hast du grundsätzlich auch Darmstadt auf dem Schirm? Vermutlich werde ich da zum nächsten SS anfangen. Die Kinder meines Cousins studieren dort, mit denen wollte ich mich die Tage sowieso mal unterhalten. Wenn du willst, kann ich ja dann hier mal posten, was die so berichtet haben.


Ja, das wäre sehr nett! Danke! :)


wiwawusel hat geschrieben:Hallo!
Also ich studiere an der FAU Erlangen-Nürnberg und kann mich eigentlich nicht beklagen. In Deutsch und Geschichte sind die Dozenten eigentlich alle sehr nett und die Lehre ist (meines Erachtens) recht gut.


Danke! Klingt doch ganz gut und deckt sich soweit auch mit anderen Berichten..
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Re: Studium in Hessen - Referendariat in Bayern?

Beitragvon zwergnettle » 22.08.2010, 8:05:07

Hallo!
Bei uns im Seminar LA Grundschule Bayern ist auch eine Absolventin, die ihr Examen an der Uni Frankfurt gemacht hat. Sie musste ein Fach nachstudieren, also die Staatsexamensprüfung nachmachen. Note hat nicht gezählt, sie musste die Prüfung nur bestehen und ihr wurde ein Malus von 0,3 auf ihr erstes Staatsexamen gegeben. Also ihre Note wurde einfach so um 0,3 verschlechtert. Keine Ahnung, ob das bei Gymnasium auch so ist, da müsste man sich informieren, aber ich finde das schon ganz schön dreist!
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Re: Studium in Hessen - Referendariat in Bayern?

Beitragvon Illi-Noize » 22.08.2010, 11:20:00

aber ich finde das schon ganz schön dreist!
Was ist daran dreist? Wenn Bayern davon ausgeht, dass das Studium in Hessen leichter ist, dann ist das doch nur fair den bayerischen Absolventen gegenüber. So blöd das klingt: Seid froh überhaupt "einreisen" zu dürfen, Bayern könnte Absolventen aus anderen Bundesländer auch ganz anders behandeln...
Mit einem Supervertrag in Oberbayern.
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