Referendariat mit drei Kinder - Ding des Unmöglichen???

Du hast positive Erfahrungen mit dem Referendariat? Du hast es endlich geschafft und weißt nun, dass sich das Durchhalten gelohnt hat? Erzähl davon!

Re: Referendariat mit drei Kinder - Ding des Unmöglichen???

Beitragvon fernstern » 18.11.2010, 9:42:24

Hallo,

ich habe mich für das Referendariat beworben und bin alleinerziehend mit 2 Kindern (9 + 10, aus dem Gröbsten zwar raus, aber dennoch zeitintensiv...). Ich schlage mich ebenfalls mit Befürchtungen herum, ob ich der Doppelbelastung gerecht werden kann. Es ärgert mich, wenn hier von Betreuungstagen für kranke Kinder geredet wird und dann Antworten kommen, die in die Richtung gehen, daß keine Extrawürste für (alleinerziehende) gemacht werden sollen. Es geht doch keinesfalls darum, daß eine Mutter im Ref sich vor Arbeit drücken will, sondern im Gegenteil: sie möchte BEIDEN Verantwortungen gerecht werden: der Ausbildung UND ihren Kindern! Wie könnte eine Mutter eine gute Lehrerin werden, wenn sie die Verantwortung für Kinder auf die leichte Schulter nähme? In der Schule sind Kinder/Jugendliche und zu Hause auch! Darum geht es doch letzlich: Verantwortung für Kinder! Und wenn das Kind zu Hause einmal krank ist - was kaum an 100 Tagen/Jahr vorkommen wird - dann sollte das nicht dazu führen, daß die Mutter als Drückebergerin wahrgenommen wird. Das wäre verantwortungslos von der Seminarleitung! Das ist jedenfalls meine Meinung....

Grüße, fernstern
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Re: Referendariat mit drei Kinder - Ding des Unmöglichen???

Beitragvon fernstern » 18.11.2010, 21:49:21

deshalb ja "wäre" :wink:
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Re: Referendariat mit drei Kinder - Ding des Unmöglichen???

Beitragvon Mamale » 21.11.2010, 13:16:08

Also ich kann nur für mich sprechen - und ich glaube ich habe Glück :-)
Ich bin alleinerziehend mit einer 6jährigen Tochter.

In NRW bekommst du als Alleinerziehende die doppelte Anzahl an Sonderurlaubstagen für dein erkranktes Kind (Ich glaube 20 Tage, aber korrigiert mich wenn ich falsch liege).
Es ist natürlich so, dass man die gleiche Leistung bringen muss und dafür einiges mehr an Kraft benötigt als jemand, der keine Kinder hat. Ich bin auch teilweise am Ende meiner Kräfte, aber:

1. Durch eigene Kinder hast du neben deinem Ref einfach noch so viele schöne Dinge, die dich ablenken, da du einfach nicht die Zeit hast, den ganzen Tag über deinem UB zu grübeln.
2. Man ist oft (will hier nichts pauschalisieren) einfach schon mehr Stress gewohnt und im Alltag strukturierter als manch andere(r).
3. Man gerät in der Regel (oder wenn man Glück hat :?: )an "Menschen". In meinem Seminar ist es bei allen FL und HL selbstverständlich, dass ich für wichtige Schulaufführungen meiner Tochter oder wegen Betreuung am Nachmittag einfach mal eher gehen kann. Ich frage danach wirklich nur in äußersten Notfällen, aber ich wurde deshalb noch nie als Drückebergerin oder Ähnliches bezeichnet - im Gegenteil. Man hat für meine Situation vollstes Verständnis.

Es ist verdammt hart und ich bin auch froh wenn es vorbei ist, aber: Es ist machbar und bei mir läuft es in allen Bereichen sehr gut. Als Mama hat man einfach das schönste Hobbie abseits des Referendariats :-) Und das gibt mir vor jedem UB oder stressigen Tag die nötige Kraft :-)
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Re: Referendariat mit drei Kinder - Ding des Unmöglichen???

Beitragvon Hubselzwerg » 21.11.2010, 18:36:09

@chipta Das war bei uns im Seminar aber deutlich anders! (zum Glück) Die freien Tag für ein krankes Kind stehen einem eigentlich nur zu, wenn das Kind unter 12 (glaube ich? ) ist.
Trotzdem bekam ich problemlos Sonderurlaub, als mein Sohn (da 15) krank war. Und problemlos heißt a) ich konnte den Antrag nachträglich stellen (ich wusste ja nicht vorher, dass mein Kind krank wird) und b) niemand hat mir hinterher einen Strick draus gedreht oder das auch nur vesucht.

Sogar als mein Mann krank war (der ist auch älter als 12 :mrgreen: ) hat man im Seminar Rücksicht auf mich genommen! Ebenfalls, ohne mir da hinter einen Strick draus drehen zu wollen.

Also, das muss kein Grund sein sich abschrecken zu lassen.
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Re: Referendariat mit drei Kinder - Ding des Unmöglichen???

Beitragvon teacher_a » 13.11.2011, 17:56:04

Wenn man etwas wirklich will, wird man es auch schaffen. Nur der Preis ist, den man dafür zahlt ist nicht immer angemessen. Ich spreche dabei von:

nicky2308 hat geschrieben:das Jüngste wird ab dem 1. Geburtstag (wie ihre Brüder auch) die Kita besuchen.
[...]
Jetzt müssen wir nur noch hoffen, dass die Maus im 1.Kitajahr nicht so oft krank wird.


Meine Tochter kam mit fast 2 in die Krippe und wurde jede zweite Woche krank, obwohl sie davor nie Fieber hatte, kaum krank war... Wieso also sich unnötig Streß machen? Warte doch, bis das Kind wenigstens 2 oder 3 Jahre alt ist, dann sind die Kleinen in der Regel auch stabiler und stecken sich nicht so schnell an. Für die 1Jährigen ist es ziemlich schlimm, von den Eltern "verlassen" zu werden, und der psychische Stress lässt sie anfällig werden für Krankheiten. Außerdem ist so ein Kita-Tag viiiel zu lang für die ganz Kleinen. Nur Meine Meinung dazu.
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Re: Referendariat mit drei Kinder - Ding des Unmöglichen???

Beitragvon Freidenker » 13.11.2011, 18:51:48

Ich persönlich hätte den Stress nicht haben wollen, glaube aber andererseits, dass die mit Kindern gesegneten Referendare/Lehrer im Unterricht mit Kindern besser umgehen können ! 8)
Ihr kommuniziert mit dem künftigen Bildungsminister !
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Re: Referendariat mit drei Kinder - Ding des Unmöglichen???

Beitragvon Anme » 23.11.2011, 14:14:59

Auch ich werde mir diese Herausforderung stellen (allerdings nur mit zwei Kinder) aber bin ziemlich zuversichtlich. Das Studium mit Kindern war auch zu bewältigen und wie viele hier schon geschrieben haben, hängt viel von der Organisation ab. Allerdings habe darauf reagiert, dass die Männer im Haushalt "helfen". Das tun sie ja eigentlich nicht sondern sie machen dann (endlich wieder) ihren Anteil. Wenn die Frau auch berufstätig ist, kann es ja nicht mehr ihr Haushalt sein. Also fordert Hilfe ein!
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