Referendariat mit drei Kinder - Ding des Unmöglichen???

Du hast positive Erfahrungen mit dem Referendariat? Du hast es endlich geschafft und weißt nun, dass sich das Durchhalten gelohnt hat? Erzähl davon!

Re: Referendariat mit drei Kinder - Ding des Unmöglichen???

Beitragvon Zitronenfalter » 12.01.2012, 20:48:17

Wenn Du meinst - für so ein Urteil musst Du ja schon viel gelesen haben...

Offenbar ist DIr dabei aber mindestens eines verborgen geblieben: Was z.B. Leute, die das Ref. hinter sich haben, von den von Dir angesprochenen "Extremsituationen" halten.
heiter weiter!
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Re: Referendariat mit drei Kinder - Ding des Unmöglichen???

Beitragvon nicky2308 » 29.01.2012, 14:44:05

Hallo ihr Lieben,

ich habe jetzt die Antworten auf meinen Ausgangspost überflogen und wollte euch mal einen kurzen Zwischenstand geben :lol: .

Kind Nummer 3 kam gesund und munter im August 2010 zur Welt , im Februar 2011 habe ich mein Ref an einer Grundschule im Wohnort begonnen (dank der Kids ohne Wartezeit). Mein Mann ging 6 Monate in Elternzeit und ich bin hoch motiviert gestartet, seit unsere Prinzessin 1 Jahr alt ist, besucht sie die Krippe hier im Ort (genau wie ihre Geschwister).

Und was soll ich sagen. Ich bin so glücklich und zufrieden, wie schon lange nicht mehr.
Es ist hart, aber wundervoll.
Ich habe keinen Tag bereut und würde es immer wieder so machen.

Ich wünsche euch für die Zukunft alles Liebe!!!

Nicole mit Jannik (heute 7 Jahre), Julian (heute 4 Jahre) und Johanna (1,5 Jahre)
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Re: Referendariat mit drei Kinder - Ding des Unmöglichen???

Beitragvon Illi-Noize » 29.01.2012, 14:55:50

nicky2308 hat geschrieben:Nicole mit Jannik (heute 7 Jahre), Julian (heute 4 Jahre) und Johanna (1,5 Jahre)
Sind Jasmin und Josef sowie Jan auch schon geplant 8)
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Re: Referendariat mit drei Kinder - Ding des Unmöglichen???

Beitragvon nicky2308 » 29.01.2012, 17:59:49

Nein, vorerst bleiben wir bei 3 Kindern. :lol:
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Re: Referendariat mit drei Kinder - Ding des Unmöglichen???

Beitragvon CaroKB » 06.02.2012, 11:15:17

ich möchte zur diskussion beitrag, was ein seminarleiter der einen kurs während des studiums gegeben hat uns studenten auf den weg gegeben hat:

er meinte, dass alle mütter die bei ihm im seminar waren die am besten organisierten waren und deshalb oft besser als referendare ohne kinder. die jungen mütter wüssten halt, "ok jetzt ist es um 8, die kinder sind im bett, und ich habe von 8-11 zeit mich vorzubereiten und in dieser zeit muss ich alles möglichst effektiv schaffen." er meinte noch, dass diese gute fähigkeit zum zeitmanagement (und organisationstalent im allgemeinen) den muttis oft einen großen vorteil verschafft, im gegensatz zu manch anderen.

das hat mir damals sehr imponiert :)
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Re: Referendariat mit drei Kinder - Ding des Unmöglichen???

Beitragvon RefimitKindern » 17.01.2016, 8:01:23

Hallo liebe Muttis (und Vatis),

ich würde gerne diesen thread wieder aufnehmen, und um eine Komponente erweitern: Ich bin im Ref. an einer Berliner Brennpunktschule (ISS) mit zwei eigenen Kindern (in GS und Kita). Nun habe ich das Problem, dass eine meiner Fachseminarleiterinnen kinderlos (und in ihrem Fall verständnislos), perfektionistisch bis zur Zwanghaftigkeit und knallhart ist. Ich versuche, meine Priorität, und das sind nunmal bei jeder Mutter bzw. jedem Vater erstmal die eigenen Kinder, danach kommt lange nix und dann kommt der Job, möglichst wenig bis gar nicht anzusprechen, da dies wegen mangelndem Verständins ihrerseits unproduktiv wäre.
Jetzt ist das erste Halbjahr Ref. um, sie hat zwei UBs gesehen, die sie mittelprächtig bis schlecht fand und ich bin am zweifeln, ob ich unser dadurch gestörtes Arbeitsverhältnis in einem Jahr noch zurechtbiegen kann. Ich frage mich, ob es sinnvoll wäre, einen Fachseminarwechsel durchzuboxen, da dies, glaube ich in Berlin nur während des 1. Semesters problemlos möglich ist.
Da ich 13 Stunden eigenständigen Unterricht durchführen muss (ohne Anleitung, ohne Integrationslehrer, ohne Mentor), und mein nächstes Halbjahr eher noch anstrengender wird, da ich auch in der SekII unterrichten muss (ich pendele dann zwischen 3 verschiedenen Schulstandorten), weiß ich gerade nicht mehr, wie ich mich organisieren soll, um den hohen Ansprüchen Der FS-Leiterin zu genügen. Soll ich Abstriche bei meiner Unterrichtsqualität machen (das möchte ich nicht), um mich intensiver aufs Fachseminar und die UBs vorbereiten zu können, und riskieren, dass meine Schulleitung mich für unfähig hält, oder soll ich so weitermachen, wie gehabt, und riskieren, dass mich die FS-Leitung durchfallen lässt? (So klingt sie z.Zt., sie sieht keine Progression in meiner Entwicklung und ich mache immer noch Planungsfehler im schriftlichen Entwurf. Classroom managament ließ beim letzten UB auch schwer zu wünschen übrig, da ich in der Nacht zuvor am Schreibtisch saß, und den Entwurf getippt hatte = ich war müde und unkonzentriert).
Oder soll ich die Fachleiteron proaktiv mehr Einbinden in meine Reihenplanung, ihr meine Entwürfe vorab zeigen, sie um mehr um Rat fragen? Ich frage sie eigentlich nie um Rat, schreibe nie Mails mit Fragen, denn da habe ich immer Angst, sie zu nerven bzw. ihr ihre kostbare Zeit zu stehlen. Aber so könnte ich ihr ev. meinen guten Willen zeigen, mich weiterentwickeln zu wollen und wirkliches Interesse an der Ausbildung zu haben.

Das habe ich wirklich, aber dieses mich und andere Referendare begleitende Gefühl, es ginge im Ref. um "Leben und Tod" finde ich echt albern. Ich bin ins Ref. gegangen, weil ich einen familienfreundlichen Job haben möchte, nicht um mich totzuarbeiten, meine Kinder zu vernachlässigen (ich kann sie 4x pro Woche erst um 17:00/18:00 abholen, da ich an einer Ganztagsschule arbeiten), Nachtschichten bis zum Umfallen zu schieben und mich mit Selbstzweifeln zu zerfressen.
Am Wochenende etwas Schönes mit meiner Familie zu unternehmen fällt seit Ref.-Beginn weg, wir sitzen eigentlich nur noch in der Wohnung, da ich immer viel zu viel Arbeit auf dem Schreibtisch habe und keine Tagesausflüge/Museumsbesuche etc. mit meinen Kindern machen kann. Ich verpasse auch so viele schöne Momente mit meinen Kindern, seien es Aufführungen oder Feiern, an denen sie mitwirken/teilnehmen, und mein Schulkind (3.Kl.) kümmert sich komplett selbstständig um ihre Schulsachen/Hausaufgaben, da ich einfach keine Zeit habe, mich mit ihr mal nachmittags an ein Schulprojekt zu setzen - ich bin ja auch nicht da! Zum Glück gehört sie bis jetzt zu den Klassenbesten, mal sehen, wie lange noch ... Mein Mann fängt einiges auf, hat aber auch einen stressigen Job. Ohne ihn hätte ich das Ref. schon längst hingeschmissen.
So, jetzt habe ich mir mal alles von der Seele geschrieben.
Meine Ausgangsfrage: Wie signalisiere ich meiner Fachseminarleitung, dass mir das Ref. sehr wichtig ist, dass ich es unbedingt schaffen möchte/muss, und dass es für mich keine Alternative zum Lehrerberuf gibt?
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Re: Referendariat mit drei Kinder - Ding des Unmöglichen???

Beitragvon kaeuzchen » 17.01.2016, 13:34:31

RefimitKindern hat geschrieben:Ich versuche, meine Priorität, und das sind nunmal bei jeder Mutter bzw. jedem Vater erstmal die eigenen Kinder, danach kommt lange nix und dann kommt der Job, möglichst wenig bis gar nicht anzusprechen, da dies wegen mangelndem Verständins ihrerseits unproduktiv wäre.

Das habe ich wirklich, aber dieses mich und andere Referendare begleitende Gefühl, es ginge im Ref. um "Leben und Tod" finde ich echt albern. Ich bin ins Ref. gegangen, weil ich einen familienfreundlichen Job haben möchte, nicht um mich totzuarbeiten, meine Kinder zu vernachlässigen (ich kann sie 4x pro Woche erst um 17:00/18:00 abholen, da ich an einer Ganztagsschule arbeiten)


Ist Dir das Ref denn so wichtig? Bei mir kommt das in Deinem Post jetzt nicht so rüber...
Besonders das "und dann kommt lange nix" und "weil ich einen familienfreundlichen Job haben möchte".
Versteh das nicht falsch, das Ref ist mit Kindern sicherlich schwieriger als ohne. Aber Du willst ja vermutlich auch für Deine Kinder Geld verdienen und einen sicheren Job haben? Vielleicht bereitet Dir die Tätigkeit auch ein wenig Freude?
Es ist ja schön, dass Du anscheinend so in Deiner Mutterrolle aufgehst, aber Du kannst halt in der Realität nicht verlangen, dass Du die Prioritäten so setzen kannst, dass nach deinen Kindern "lange nix" kommt. Das geht Menschen ohne Kindern schließlich auch nicht so, auch die müssen Geld verdienen. Und da gibt es dann eben Phasen im Leben, wo man mal die Zähne zusammenbeißen muss, und anderes mal hinten anstehen muss. Ist ja zeitlich begrenzt und für ein konkretes Ziel. Und es geht ja nicht um die Betreuung deines schwerkranken Säuglings sondern um Dinge wie Deinen Wunsch, dass dein Kind Klassenbeste bleibt.

Übrigens würde ich sagen: Ja, dein Alltagsunterricht darf im Ref mal leiden zugunsten von Hospis etc... kenne keinen Reffi, bei dem das nicht ab und zu so wäre... ;)
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