Zu "kaltherzig und arrogant"...

Konstruktive Kritik - das Referendariat muss reformiert werden! Eure Vorschläge...

Re: Zu "kaltherzig und arrogant"...

Beitragvon Fränzy » 14.04.2015, 20:40:57

Sorry, das liest sich jetzt auch arrogant ;)

- A : Rückmeldung nicht ernst genommen, weil Lehrerin die Klasse nicht im Griff hatte. Kann man das wirklich beurteilen als GS Neuling, was da Disziplin bedeutet?

- C - Du mochtest die Elternarbeit im Gegensatz zu den Lehrern. Ich mag Elternarbeit auch, aber in Maßen, weil ich noch ein Haufen anderen Kram zu machen habe ;)

-D - hatte es nicht für nötig befunden... wenn Du es schon weißt, musst Du auch bei Jugendlichen dran bleiben.
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Re: Zu "kaltherzig und arrogant"...

Beitragvon krabappel » 14.04.2015, 20:43:37

Förderschullehramt Erziehungshilfe wär vielleicht auch was für dich, das ist eher was für weniger zarte Naturen ; - )
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Re: Zu "kaltherzig und arrogant"...

Beitragvon Fränzy » 14.04.2015, 20:47:51

Höhö, Mrs K, das dachte ich auch schon :mrgreen:

Und Grundlagen haben wir noch und nöcher!

Und da kommt auch das gute Durchsetzungsvermögen zu Gute, mir jedenfalls. Aber auch: Ironie off.
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Re: Zu "kaltherzig und arrogant"...

Beitragvon :)(: » 14.04.2015, 21:58:08

Zu A kann ich sagen, dass es sehr offensichtlich war, die Lehrerin hat sich von den Kindern treten und beleidigen lassen. :shock:
Ansonsten bin ich für Kritik eigentlich ziemlich offen und gebe mir immer Mühe, diese auch umzusetzen. Dafür muss ich die Person aber auch in der Hinsicht ernst nehmen und das war da schwierig.

Das mit dem Filmen ist eine gute Idee, aber dafür brauche ich natürlich erstmal die Erlaubnis von Schule und Eltern.
:)(:
 
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Re: Zu "kaltherzig und arrogant"...

Beitragvon Insomnium » 08.12.2015, 21:30:31

Der Thread ist ja nun nicht mehr ganz aktuell und ich habe an sich für Gymnasium studiert - war aber öfter im Praktikum auch in der Grundschule (auch freiwillig über mehrere Wochen). Daher mal eine Anregung: Man kann auch mit Grundschülern super diskutieren und das beste daran: wenn man sie ernst nimmt, dann sind sie grundehrlich und offen!
Ich habe mal mit einer zweiten Klasse darüber gesprochen, was sie denn unter einem "gerechten Lehrer" verstehen (als Dimension des guten Lehrers). Das Konzept des "guten Lehrers" beinhaltet ja von theoretischer Seite her verschiedene Punkte und wird eben zum Teil individuell bewertet (die gemeinsame Schnittmenge ist allerdings erstaunlich groß). Auch emotionale Faktoren - also wie die Kinder den Lehrer erleben - spielen bei dem Bild des guten Lehrers eine Rolle - und haben teils sogar Einfluss auf das Gerechtigkeitsempfinden.
Man könnte also generell mal mit den Kindern darüber reden, was sie sich von einem Lehrer wünschen, wann ein Lehrer ein guter Lehrer ist usw. Daraus kannst du viele Rückschlüsse für dich ziehen und an passenden Stellen einhaken. Quasi mithilfe der Schüler dein Auftreten evaluieren. Eine bessere Rückmeldung als durch die Schüler kannst du nicht bekommen.

Ich bin z.B. auch nicht so, dass ich die Kinder permanent kuschel und betüddel, ich möchte auch nicht, dass mir permanent am Rockzipfel gehangen wird. Da muss jeder sein Maß finden und das den Schülern freundlich erklären. (Ich hatte ein Mädel, die dachte wohl mein Shirt sei ihre Schmusedecke - das haben wir auch ohne böse Blicke oder Tränchen hinbekommen, dass ich etwas mehr Freiraum hatte). Aber ich witzel total gerne mit ihnen rum, im Unterricht wird auch mal gelacht und ich mache auch mal einen Quatsch mit - wenn ich ihn selbst witzig finde und es eben passt. Gute Stimmung macht einem ja selbst viel mehr Spaß und es lernt sich besser.

Ich finde es in der Grundschule schwierig, zu sehr auf den Stoff fixiert zu sein. Klar, der darf auch nicht vernachlässigt werden. Aber die sozialen Aufgaben des Lehrers sind ungleich wichtiger als bei den Großen.
Für mich war ein ausschlaggebender Grund für das Gymnasium z.B. das weitergehende Fachinteresse: Ich möchte auch mal mit einem Leistungskurs diskutieren usw. Plus, dass mir die viele Nähe bei den ganz Kleinen (erste und zweite) auf die Dauer wohl auch etwas zu viel wäre - viele das aber brauchen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Vielleicht solltest du wirklich noch mal abwägen, was du möchtest / nicht möchsten und was die Kinder denn brauchen? Und in welchem Umfang du tatsächlich etwas ändern kannst und willst?
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