Verbeamtung mit 46

Re: Verbeamtung mit 46

Beitragvon Amtsarzt » 08.03.2018, 11:17:42

Bender5 hat geschrieben:Ich wurde es auch sehr ausgiebig gefragt, inklusive Frage nach den Großeltern und deren Alter und Erkrankungen.


...ach ja, die Fragen nach den Großeltern. Die ärztliche Anamnese muss immer umfassend und komplett sein. Man will sich als Amtsarzt ja nicht des Vorwurfs der Oberflächlichkeit aussetzen. Interessant und kurzweilig finde ich immer die Antworten auf erfragte sexuellen Vorlieben derselben.Ist ja wirklich krank was die so trieben. Der von Bender5 erwähnte Datenschutz ist da natürlich ein echtes Problem. Danach soll wohl die Erhebung von Daten auch verhältnismäßig sein. Sicher sind Fragen nach der Libido bei der Klärung eines Vorliegens einer unipolaren affektiven Störung als Zusatzsymptom von einer gewissen Bedeutsamkeit, aber bei den Großeltern? Ich kam also ins Grübeln und wurde nachdenklich (nein, ich bin kein typischer Beamter). Dann aber kam mir die Erleuchtung über diese merkwürdige Praxis: Wollte man vielleicht im Vorgriff auf den Schulalltag die Frustrationsresistenz der angehenden Lehrer prüfen ??? Wer sich die in Studien die Persönlichkeitsprädiktoren für eine vorzeitige Dienstunfähigkeit anschaut, erkennt, dass das gar nicht mal so absurd ist. Mit dem Kohlhaas hat es ja auch schon ein schlimmes Ende genommen. So Leute, mein Psychotherapeut wartet auf mich und wird sauer, wenn ich zum Termin wieder mal zu spät komme. Wünsche frohes Schaffen.
(Es handelt sich hier um eine persönliche Meinungsäußerung, die nicht unbedingt identisch sein muss mit der Auffassung meines Dienstherrn)
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