Zu jung?

Grundsätzliche Fragen zum Referendariat können hier gestellt werden

Re: Zu jung?

Beitragvon Rets » 05.02.2018, 23:34:11

Ich persönlich würde den universitären Weg versuchen. Ins Lehramt kommst du mit Physik wohl doch relativ sicher rein (sowie in viele andere Berufe). Du bist jung. Wenn du mit 24 die Promotion hast und mit 27 auf deiner dritten PosDoc-Stelle merkst, dass der Weg sich für dich wahrscheinlich doch nicht öffnen wird, kannst du dann immernoch in die Schule.

D.h. ja nicht, dass man dann nicht gerne Lehrer wird oder als "gescheiterte" Existenz da aufkommt, immerhin ist das Ziel ja doch recht hoch...
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Re: Zu jung?

Beitragvon CaraM. » 06.02.2018, 13:44:35

Ich würde erst einmal das Praktikum an der Schule machen. Dann siehst du doch, ob du klar kommst und die anderen mit dir.

Eine mehrmonatige Vertretungsstelle wäre ja auch eine Möglichkeit, sich zu erforschen. Dann kannst du in Ruhe entscheiden.
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Re: Zu jung?

Beitragvon Elektrolyse » 06.02.2018, 17:27:49

Vielen Dank für die weiteren Antworten.

Für ein Praktikum ist es zu spät - dafür würde ich meinen Job nicht kündigen.
Ich denke, dass ich es von dem mir zugewiesenen Seminarort abhängig mache. Ich bin schon sehr oft in den letzten Jahren durch ganz Deutschland umgezogen und würde gerne einmal länger als 1 Jahr an einem Ort bleiben. Sollte ich einen Seminarplatz in der Nähe bekommen, werde ich es versuchen. Sollte hier in der Nähe eine Promotionsstelle frei werden, werde ich das versuchen. Ich glaube damit fahre ich ganz gut.

Mir ging es generell darum, ob man das Ref in jungen Jahren überleben kann. Aber da das ja anscheinend klappen soll, sehe ich dem nun gelassen entgegen.

Vielen Dank!
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Re: Zu jung?

Beitragvon MarlboroMan84 » 06.02.2018, 18:48:12

Rets hat geschrieben:Du könntest evtl. Probleme im Kollegium bekommen, das erscheint mir eher wahrscheinlich. So ein Werdegang ruft potentiell Neid hervor und zusätzlich sind Referendare ohnehin dahingehend verdächtig, als Emporkömmling die Schule auf den Kopf stellen zu wollen.


Wie kommst du auf so einen Unsinn?
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Re: Zu jung?

Beitragvon Fränzy » 06.02.2018, 20:12:14

mir wurde mein jugendliches Alter von Seiten der Kolleginnen häufiger vorgehalten. Ich war 23. Von daher, es ist leider kein Unsinn
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Re: Zu jung?

Beitragvon Kapartia » 06.02.2018, 23:58:49

Ich stimme Fränzy da zu, mir wurde u.a. vorgehalten, dass ich als externer Doktorant (ich hatte 4h externe Arbeit beim Studienseminar dafür angezeigt) ja der Meinung bin, ich hätte die Weisheit mit Löffeln gefressen.
Das ich mit der Promotion nirgends hausieren ging und sich mein Fachseminarleiter im Promotionsfach persönlich angegriffen gefühlt hat, weil ich eben in seinem Fachbereich promovierte, fand ich sehr befremdlich. Nach der Prüfung und im anschließenden Verfahren kam dann auch raus, dass der Seminarleiter sich "bedroht" gefühlt hat und dem Typen, der ja neben dem Ref die Promotion macht, mal zeigen wollte wie der Hase läuft.

An meiner letzten Schule wurde mir von der Schulleitung dann auch vorgeworfen, dass ich ja meine Verbesserungsvorschläge sonstwo hinstecken könnte. Es ging darum, zwei Seminarkurse anzubieten, die die Schüler auf wissenschaftliches Arbeiten vorbereiten würde und ich bat mich als einer von Zweien dafür an.
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Re: Zu jung?

Beitragvon Elektrolyse » 07.02.2018, 0:43:00

Neider gibt es überall en masse. Links rein, rechts raus...
Wahrscheinlich fährt man am Besten, wenn man einfach nur seinen Job ohne jeglichen Schnickschnack macht.

Kommt man eigentlich um diesen ganzen nervigen Methoden-Krams herum? Die Referendare, an die ich mich erinnere, waren in der Schule immer so wahnsinnig nervig mit ihren Postern und Stationsarbeiten etc. Kein Schüler wollte das, was die Didaktiker in ihrem Uni-(versum) ja nicht blicken. Kommt man durchs Ref auch mit Frontalunterricht?
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